Rechtssichere Webseiten 2026: Diese DSGVO-Fallen sollten Unternehmen kennen

Datenschutz, Cookies, KI-Anbindungen und externe Dienste richtig einsetzen

Juni 24, 2026

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Webdesign

Inhaltsverzeichnis

Warum rechtssichere Webseiten heute wichtiger sind denn je/

Warum rechtssichere Webseiten heute wichtiger sind denn je

Die DSGVO wurde im Mai 2018 eingeführt und dennoch werden jedes Jahr tausende Webseiten deswegen abgemahnt, und das aus einem nachvollziehbaren Grund. Gerichtsurteile und neue Technologien wie KI verändern ständig die Sachlage und es ist schwer, dabei stets auf dem aktuellsten Stand zu bleiben.

Deswegen möchte ich in diesem Blogbeitrag sowohl auf die häufigsten Fehler als auch auf einige weniger bekannte Stolperfallen eingehen, damit ihr eure Unternehmenswebseite rechtssicherer machen könnt. Gerade in Deutschland wird Datenschutz großgeschrieben. Wer keine DSGVO-konforme Webseite besitzt, riskiert Abmahnungen, Bußgelder und auch das Vertrauen seiner Kunden.

Für viele Unternehmen gehört eine rechtssichere Webseite deshalb mittlerweile zu den wichtigsten Grundlagen ihres Online-Auftritts.
Was regelt die DSGVO eigentlich?/

Was regelt die DSGVO eigentlich?

Kurz gesagt: Die Datenschutz-Grundverordnung regelt den Schutz personenbezogener Daten im Internet. Für Betreiber einer Webseite bedeutet das, dass Besucher transparent über die Datenerfassung informiert werden müssen und gegebenenfalls auch in diese einwilligen müssen.

Eindeutige Beispiele sind Trackingtools wie Google Analytics oder Kontaktformulare. Hier müssen Besucher klar darüber aufgeklärt werden, wie die angegebenen Daten gespeichert werden und gegebenenfalls auch über ein Cookiebanner in die Datenverarbeitung einwilligen.

Gerade beim Thema Datenschutz für Unternehmen gibt es viele Vorgaben, die auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, aber für eine rechtssichere Webseite unerlässlich sind.
Externe Dienste wie Google Fonts/

Externe Dienste wie Google Fonts

Ein Thema, das häufig angesprochen wird, aber noch nicht auf jeder Webseite umgesetzt wird, sind externe Dienste wie beispielsweise Google Fonts oder Google Maps. Viele fragen sich bestimmt, wie eine Schriftart dafür sorgen kann, dass eine Webseite nicht datenschutzkonform ist. Die Antwort ist einfach: Wenn Google Fonts direkt von Google geladen werden, werden die Schriften von den Google-Servern bereitgestellt. Dabei werden auch Daten des Nutzers an Google übermittelt.

Das Thema Google Fonts DSGVO konform zu machen ist seit Jahren einer der häufigsten Fehler von Unternehmenswebseiten.

Und das obwohl sich das Problem so einfach lösen lässt. Ladet die Schriften herunter und bindet sie lokal auf dem Server ein, auf dem eure Webseite liegt. Bei Plugins wie Elementor lässt sich das direkt in den Einstellungen konfigurieren.

Kniffliger wird es bei Google Maps oder eingebetteten YouTube-Videos. Wenn hier nicht ausdrücklich einer Datenverarbeitung zugestimmt wurde, dürfen diese Inhalte nicht direkt angezeigt werden. Aber auch das lässt sich mit entsprechenden Plugins lösen, die dafür sorgen, dass die Inhalte erst nach einer Einwilligung des Nutzers geladen werden.
Wie hole ich die Einwilligungen ein?/

Wie hole ich die Einwilligungen ein?

Etwas, von dem wahrscheinlich schon jeder Webseitenbetreiber gehört hat, sind Cookiebanner. Deshalb halte ich diesen Abschnitt bewusst kurz, möchte ihn der Vollständigkeit halber aber dennoch erwähnen.

Cookiebanner lassen sich so konfigurieren, dass Inhalte erst nach der Einwilligung des Nutzers geladen werden. Dazu gehören beispielsweise Schriften, Trackingtools oder YouTube-Videos. Lösungen, die häufig in CMS-Systemen wie WordPress eingesetzt werden, sind beispielsweise Complianz oder Borlabs Cookie.

Wichtig ist dabei jedoch nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die Gestaltung des Banners selbst. Ein Fehler, den ich auf Unternehmenswebseiten immer wieder sehe, ist die Hervorhebung des „Akzeptieren“-Buttons. Dieser wird häufig größer dargestellt oder farblich stärker hervorgehoben als die übrigen Auswahlmöglichkeiten.

Genau das kann problematisch sein. Die Einwilligung eines Nutzers muss freiwillig erfolgen. Deshalb sollten die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten gleichwertig gestaltet sein, sowohl hinsichtlich ihrer Sichtbarkeit als auch ihrer Größe und Farbgebung.

Wer nach einer Lösung für Cookie Banner in WordPress sucht, stößt meist auf genau diese Plugins. Sie helfen dabei, Einwilligungen DSGVO-konform einzuholen und verschiedene Dienste erst nach Zustimmung des Besuchers zu laden.
Einbindungen von Services niemals im Header platzieren/

Einbindungen von Services niemals im Header platzieren

Früher war es üblich, Schriften oder Analysetools direkt über den head-Bereich einer Webseite einzubinden. Dieser Bereich wird jedoch bereits geladen, sobald ein Nutzer die Webseite aufruft. Dadurch werden Inhalte geladen, bevor der Besucher überhaupt die Möglichkeit hatte, einer Datenverarbeitung zuzustimmen.

In solchen Fällen hilft euch dann nicht einmal mehr das Cookiebanner, da die Datenübertragung bereits stattgefunden hat. Wer seine Webseite rechtssicher machen möchte, sollte deshalb genau prüfen, an welcher Stelle externe Dienste eingebunden werden.
WordPress 7.0 und die Herausforderungen durch KI/

WordPress 7.0 und die Herausforderungen durch KI

Mit WordPress 7.0 ist es nun möglich, KIs wie Claude oder ChatGPT direkt an die eigene Webseite anzubinden. Das kann durchaus hilfreich sein. Beispielsweise kann die KI hochgeladene Bilder analysieren und direkt eine passende Meta-Beschreibung erstellen. Auch Kommentare von Nutzern, wie beispielsweise unter Blogbeiträgen, können automatisch beantwortet werden.

Genau hier beginnt jedoch das Problem. Die Inhalte werden an die jeweilige KI gesendet und landen dadurch auf den Servern des Anbieters. Somit findet eine Datenverarbeitung statt, oftmals sogar außerhalb der Europäischen Union.

Dementsprechend ist es wichtig, auch diese Verarbeitung in die Datenschutzerklärung aufzunehmen und mit dem jeweiligen Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag abzuschließen.
Auftragsverarbeitungsvertrag/

Auftragsverarbeitungsvertrag

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag, kurz AVV, regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten durch einen externen Dienstleister im Auftrag eines Unternehmens.

Das beginnt bereits beim Hosting einer Webseite. Wenn der Server, auf dem eure Webseite läuft, personenbezogene Daten von Kunden speichert, wie beispielsweise die IP-Adresse, benötigt ihr in der Regel einen AVV mit dem Hostinganbieter. Dies ist nahezu immer der Fall.

Häufig ist dieser bei Hostingpaketen bereits enthalten oder kann direkt im Kundenkonto abgeschlossen werden. Bei Ionos beispielsweise ist dieser seit 2022 im Hostingpaket enthalten. Trotzdem solltet ihr das unbedingt überprüfen und nicht einfach davon ausgehen.
Fazit/

Fazit

Durch Updates, neue Gerichtsurteile und Technologien wie KI entstehen ständig neue Stellen, an denen Daten verarbeitet werden können, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Das macht einen jedoch nicht weniger angreifbar. Unwissenheit schützt schließlich nicht vor Konsequenzen.

Deshalb ist es wichtig, als Unternehmen stets auf dem neuesten Stand zu bleiben und im besten Fall jemanden an der Seite zu haben, der die technischen Anforderungen korrekt umsetzen kann. Auch die Datenschutzerklärung sollte regelmäßig überprüft und bei Änderungen zeitnah aktualisiert werden.

Wer langfristig eine DSGVO konforme Webseite betreiben möchte, sollte Datenschutz nicht als einmalige Aufgabe betrachten. Eine rechtssichere Webseite entsteht durch regelmäßige Pflege, technische Kontrolle und die kontinuierliche Anpassung an neue Anforderungen im Datenschutz für Unternehmen.

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